Der Mt. Kinabalu ist mit seinen 4’095 m  der höchste Berg von Südost-Asien. Wenn man 4000er hört, habe ich zumindest ziemlich Respekt. Der Mt. Kinabalu ist ein Ungetüm mitten in der Urwald-Landschaft im Norden von Borneo. Der Aufstieg führt durch den atemberaubenden Dschungel und geht danach über steile Felsen hinauf zum Gipfelplateau. Die Besteigung lohnt sich nicht nur wegen der malerischen Aussicht beim Sonnenaufgang vom Gipfel, sondern auch wegen den Flip-Flop tragenden Asiaten und dem Hütten-Feeling im Camp.

Tag 1 – Parkeingang bis Berghütte

Normalerweise geht man am ersten Tag bis zur Berhütte übernachtet da und macht sich (zu) früh am nächsten Morgen auf zum Gipfel. Wir sind am ersten Tag um etwa 9 Uhr gestartet. Wir waren zu viert. Ein von uns aufgenommener Holländer, meine Kollegin und der einheimische „Bergführer“ und ich.

Bis zur Berghütte geht es nur Bergauf und zwar 3,5 Stunden lang. Für Lunch wird gesorgt. Oben wird man mit einem Getränk und einer Terrasse mit einer wunderschönen Aussicht über diese wunderschöne Insel belohnt. Urwald rund um den Berg und in der Ferne das Meer.

Mt. Kinabalu - Von Hütte aus

Natürlich bekommt man dann auch ein Zimmer in einer Hütte zugeteilt. Nicht zu viel Luxus erwarten und besser nach dem wirklich feinen Nachtessen das WC der Haupthütte benutzen. In den kleinen Hütten ist es sehr kalt. Ich konnte kaum ein Auge zu tun, weil ich so gefroren habe – obwohl eine Wolldecke vorhanden war.

Tag 2 – Berghütte zum Peak und wieder zum Parkeingang

Am zweiten Tag geht es um 2 Uhr morgens aus dem Bett und ein kleiner Snack wird bereit gestellt. Da wir am Vortag nicht so lange hatten bis zur Berghütte, gingen wir am nächsten Tag eine halbe Stunde später los als die anderen, obwohl unser Bergführer dies nicht so lustig fand. Wir liefen im Dunkeln los Richtung Gipfel.

Beim letzten Teil braucht man teilweise Trettsicherheit, vor allem weil es noch dunkel ist. Bei schwierigen Passagen sind Seile vorhanden, braucht es aber eigentlich nicht, fand ich. Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang waren wir dann beim Gipfel und haben uns unser Schweizer Fleisch abgefroren. Bevor die Sonne aufging lagen die Temperaturen um die Nullgrad-Grenze herum und es war wegen dem  kühlen Wind kaum auszuhalten. Dafür wird man mit einem unglaublichen Sonnenaufgang beschenkt. Eine solche Aussicht muss man sich wirklich zuerst verdienen. Sprachlos. Die verschiedenen Gipfel des Berges, die morgendliche Stimmung, die geschaffte Distanz zum Gipfel. Eines der schönsten meiner Bergerlebnisse. Nach dieser einzigartigen Stimmung und dem Einholen mit der Kamera geht es wieder Richtung Tal. Ein paar Stunden runter, die armen Knie! Die Beine tun noch mehrere Tage danach ziemlich weh.

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Mitnehmen auf den Berg

  • Dicke (!) Handschuhe (gibt es in lokalen Geschäften)
  • warme Kappe (gibt es in lokalen Geschäften)
  • Stirnlampe
  • Sonnencreme
  • lange Hosen
  • Faserpelz
  • Regenjacke
  • Seidenschlafsack (Hütten sind nicht gerade luxuriös)
  • gute Schuhe
  • Rucksack mit Frischluft für Rücken
  • Wasserflasche (kann auf dem Weg aufgefüllt werden)
  • Insektenspray
  • Kamera!!

Besteigung Buchen

Im Voraus buchen ist es viel zu teuer. Wir haben einen Tag vor der Wanderung direkt im Office der Sutera Sanctuary Lodges (das Monopol am Berg) in Kota Kinabalu gebucht und noch einen Platz erhalten, aber ist halt ein Risiko. Es war auch fast ausgebucht. In Borneo muss man was dies anbelangt sehr flexibel sein. Vor der Wanderung empfehle ich ausserhalb des Parks zu übernachten. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es unmittelbar neben dem Parkeingang und ist einiges günstiger als die Lodges im Nationalpark. Man muss einfach am Morgen ein wenig früher aufstehen, damit man rechtzeitig da ist, um sich anzumelden, den Führer zu bekommen und das Lunchpaket zu erhalten.

Ich habe MYR 650.50 (ca. CHF 213) bezahlt für die Besteigung und Übernachtung in der Berghütte, dies sind etwa CHF 213.00. Ich glaube der Guide war auch im Preis inbegriffen. Ich bin ziemlich günstig weggekommen, als ich den Preis mit anderen verglich, oder hat jemand weniger bezahlt?

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